Mein musikalischer Lebenslauf.


O`gfangt hot oiß in meiner Familie. Mei Vata und mei Muatta ham oiwei scho mitanander gsunga. Irgendwann hots dann ghoaßn I und mei Schwester soin aa mit singa damit war da Familiengsang vollständig. Dahoam gsunga worn is hauptsächlich für dee Kurgäste dee mei Vata abends gern untahoitn hot. Dazua hot er mit sei`m Fotzhobl und da Ziach aa Hausmusi gmacht. Damit is bei mir allmählich dee Neugier zua Ziach gweckt worn und scho boid hob i dee erschtn Stückl spien kinna.          

Damit is awa gscheid lern hot mi da Vata zum unvagessna Koller Peter dees war da Ziachspieler da Rupertiwinkler Musikanten gschickt. I hob mi net dumm o`gstellt beim lerna und drum hot da Peter gmoant i brauch jiatzt selba aa Chromatische Ziach weil er se mia nimma mitgebn hot kinna da er sehr vie untawegs mit dee Rupertiwinkler war. So gern mia da Vata den Wunsch erfien hätt woin sovie Geld hots net dalittn. Darauf hi is der Wunsch dee Chromatische Ziach z`lerna z`platzt.

Eines Tages awa is zu uns da Lagler Herbert ins Wirtshaus am Obersoizberg kemma und hot mit seina Zither a pfundige Musi gmacht. Er war ja da Zitherspieler vo dee bekanntn Schönauer Musikanten. Oiwei öfters is a da gwen und es is a echte Freundschaft entstandn. Er hot dann gmoant i soi eahm mit da Gitarr begleitn. Leichter gsogt ois to- erschtns hob i s`Gitarr spien net kinna und zwoantens ham mia koa Gitarr im Haus ghabt. Es hot net lang dauert da is da Herbert mit oana Gitarr daher kemma und hot mia dee wichtigsten Griff zoagt und durch dees häufige spien hots dann glei amoi oanigermaßen gscheid klunga. Er hot mi dann mitn Häusler Hias dem begnadeten Ziachspieler bekannt gmacht und dann ham mia fast 2 Jahr auf Bälle-- in andern Wirtshäusern und zu Geburtstage aufgspiet.

Es hot si rum gsprochn ghabt daß bei uns im Gasthaus Sonneck am Obersoizberg gern musiziert worn is und so is dann aa da Schwab Franzi bei uns auftaucht. Er hot meine Eltern scho guad kennt und woit mi kenna lerna. I hob seiner Zeit mit meiner Schwester Vevi si hots Hackbrettl gschlogn, mei Schuikamerad Gernot Anders er hot dee Baßgeign gspiet hi und da Hausmusi gmacht. An Franzi hot dees so guad gfoin daß er uns deen Vorschlag gmacht hot er taat mit seina Zither mitspien und so war dann dee Sonneck-Hausmusi gborn.

D`Liab hot dann mei Schwester bewogn mitn Hackbrettl spien auf z`hern und si hot g`heirat und Kinder kriagt. Damit wars dann mitn Musi spien aus.

Nachdem da Herbert a nu oiwei oft im Gasthaus war ham dee zwoa dann mit dee Zithern, da Gernot mit da Baßgeign und I mit da Gitarr a grimmige Zithermusi gmacht. Durch de wenige Zeit dee da Herbert und da Franzi ghabt ham—hot si dee Musi nach oam Jahr wida aufglöst.

Durch dees daß da Franzi sehr oft bei uns im Sonneck war-hot er es zwengn bracht, daß da Tobi Reiser da Ältere und Tobi da Jüngere öfters bei uns mitn Reiser Trio a Prob gmacht ham. I hob dann einige Male mitspien derfn und damit is a enge Freundschaft mitn Reiser entstandn für mi ebenfois aa Höhepunkt in mei`m Misikantenlebn. An Tobi jun. hob i dann bitt er soi mia oanige Gangl auf da Gitarr zoagn-dees hot er gern gmacht und i hob damit mei Gitarrn spien wida a bissei vabessern kinna Dank Tobi`s Hilf.

Eines Tages hob i dann an Hasenknopf Hansi kenna glernt. Eahm is ähnlich ganga se ham aa a Hausmusi ghabt und d`Schwester hot aa s`Hackbrettl gspiet und bei eahm wars desselbige. d`Liab hot d`Schwester s`Hackbrettl spien aufhern laßn und si hot aa gheirat. Wos dean ma hob i an Hansi gfrogt aufhern nia- dean mia zwoa mit dee Gitarrn wos und dees ham ma dann gmacht. Es folgte da 1. Auftritt beim Adventsinga in Rosenheim. Da Hansi moante dann eines Tages- sei Frau dee Hildegard kunnt ja mit da Harfn mitspien dees war ganz in mei`m Sinn und außerdem kunnt da Hildegard ihr Vata da Hans Seelig mit da Baßgeign a nu mittoa- a dees war mia sehr recht.            Dann hob I dees amoi an Franzi mittlerweile a gern und oft gseghna Gast im Gasthaus vazählt das I mit dee „ Hasei`n „ aa scheene Musi mach und er hot gmoant ob er net amoi zua Prob mit kemma kannt und aa bissei dazua spien. Nix liabers wia dees so aa bekannter Zitherspieler bei uns mittoa.ja dees waars. Nach da erschtn Prob is festgstandn da Franzi tuat oiwei mit und somit war dee B`gadner Soatnmusi gegründet. 9 scheen Jahr hob i dann mit gspiet füa mi aa prägende Zeit voralln zwengs da Liadabegleitung mitn Franzi denn alle damalign bekanntn Gruppn-wia de Riederinger Sänger, Traunstoana Dreigsang, Geschwister Röpfl, Roana Sängerinnen, Fischbachauer Sängerinnen usw. hob i auf da Bühne und im boar. Rundfunk und im 0RF mit Eahm begleitn derfn. Außerdem ham mia mit da B`gadner Soatnmusi auf da Raffner Alm in Ruhpolding dann unsa 1. Rundfunk Übertragung mit dem BR gmacht.

Ganz bekannt war ja früahras dees Passionsinga mit  

Prof. Cäsar Bresgen in Großgmain. I hob da jahrelang mitn Schwab Franzi an Traunstoana Dreigsang begleit. Da bin i auf an jungan Musikanten aufmerksam worn- es war dees da Auer Hansl aus Hammerau der ois Harfnsolist auftretn is. Dess war aa da 0`fang das i gern mit junge Musikanten zamm spie und dees hot si bis heit nimma g`ändert. Nachn Konzert san mia dann nu im Hotel Vötterl zamm gsitzt und i hob dann an Hansl gfrogt ob ma net mitanand oan aufspien kunntn. Da Hansl war sofort einvastandn und uns hots sovie Spaß gmacht daß schiaga dee ganze Nacht umme ganga is. Zu dera Zeit hot da Hansl nu mit dee Hammerauer Buam gspiet awa durch dees daß dee zwoa Brüada Seidl aufghert ham wars mit da Musi gar.

Da Hansl moante mia kunntn ja weida toa-mit seina damalign Freundin Luise dees Hackbrettl gspiet hot und hi und da aa Harfn- da Hansl und da Schäfer Rupert mit da Baßgeign und i mit da Gitarr und dees war mia nua recht. Damit san aus dee Hammerauer Buam dann dee Hammerauer Musikanten entstandn. Spaata nachdem dee Luise aufghert ghabt hot san dann da Reiter Hansi und Reiter Peter dazua kemma. Es war dees zua damalign Zeit aa einmalige Besetzung nämli Baßgeign und Tuba, Ziachmusi – Hackbrettl und Gitarr-- mia ham awa an großn Erfolg ghabt voralln durchs Volkstanz spien.

I bin dann vom Obersoizberg nach Bischofswiesen zogn und da steht eines Tages da Aigner Engelbert vor da Tür und frogt mi ob i eahna bei a`m Frühschoppen auf da Kastenstoana Wand aushelfn taat.Dees war ja selbstvaständlich und da ham mia dann zünftig aufgspiet, da Vonderthann Hansi, da Horst Ernst, da Engelbert, da Giritzer Schorsch und I. Und weil’s uns so guad gfoin hot ham ma beschloßn mia machn weida und damit war I bei da Rotofenmusi. 31 Jahr san ma jiatz beinand und s`Musi spien macht oiwei nu so vie Freid wia damois. Bei a`m Musikantendreikampf deen i zamm mitn Wimmer Pepi organisiert hob san dann zu spaata Stund in Werfenweng nu 2 Klarinettisten dagsessn da Gmachl Toni sen. aus Bergheim und da Edelbacher Sepp aus Grödig mia hams dann Mitananda probiert, es hot uns gfoin und scho war dann dee Rotofen Klarinettenmusi perfekt.

1987 hob I drei ganz junge Musikanten kenna glernt es warn dees dee Zechmeister Johanna ( Harfe ) da Hollrieder Stefan ( Gitarre ) da Michl Bernhard ( Baßgeign ) und Ih. 3 Jahr ham mia mitanand dann gspiet unta dem Nam Sunnwinkl Musi. Nachdem da Stefan und da Bernhard aufghert ghabt ham, hob i kurze Zeit spaata an Huber Hermann den guadn Ziachspieler aus Thundorf kenna glernt und mia ham dann zamm mit da Marion Huber und da Zechmeister Johanna 10 Jahr ois Sunnwinkl Musi weida gspiet. Dee letztn 2 Jahr san dann nu dees Ehepaar Markus Hartmann ( Geige ) und Maria ( Querflöte und Piccolo ) dazua kemma und daraus entstand dann dee Sunnwinkl Geigenmusi.

Mittlerweile spie I nu bei da Hochalm Tanzlmusi, Südtirol-Boarischen Musikanten- und da Jung-Oid-Musi durch dee Bank junge Musikanten dee mia sehr am Herzn liegn und mi aa jung hoitn. Net vagessn mecht I das bei allen Musi`n wo I mitspie aa gsunga worn is oda nu werd.

Dees war mia oiwei scho a groß o`liegn. Deswegn hob I gern dee Patenschaft beim Pongauer Hahn füa dee Jungen Riederinger Musikanten übanumma- net bloß weil u.a. dee Rotofenmusi dees große Vorbild vo eahna is- sondern weil da an Haufn junge Leit voia Freid beim Musispien beinand san und se net bloß zünftig aufspien sondern dazua aa singan.

Zum singa sei nu amoi gsogt, dass i seit dem Jahr 1973 zamm mitn Auer Hansl und deen Hammerauer Musikanten und seit längerer Zeit anu mit dee Elstätzinger Musikanten den Tölzer Knabenchor in da Weihnachtszeit begleit. Alpenländische Weihnacht nennt si dee Vaanstaltung und mia san da scho in vielen Städten Deutschlands und aa im Ausland auftretn. Ebenfois aa kloana Höhepunkt war dee CD Aufnahma in da Hofburg in Wien mit den Wiener Sängerknaben.


Zum Schluß mecht i nu kurz auf dees Vahältnis eigeh zu da sogenanntn neuen Volksmusi. Mia Volks Sänger und Musikanten wern ja oiwei gern oiß Hinterwäldler gseghn. Da muaß i mi wehrn dagegn. Boi oana singt hot er gwis an eigenen Grund—der si nebn dem Text voralln an den gegebenen Situationen und deen von eahnan gforderten eigenen Musiart orientiert. Ma liabt u.a. an Jazz, dee Klassik, deen Gregorianischn Choral und hoit aa dees Volksliad ois Konsument und ois Sänger—jeds zua seina Zeit und zua eigna Freid.

Varruckt sei nach Hard Rock hoaßt ja aa net unbedingt ausflippn—valiabt sei ins Volksliad hoaßt a net unbedingt aa heile Welt herauf z`schwörn z`woin.


Dees Herz und dee Seele schwingt in dee Töne und Rythmen mit—in oana Welt—dee fernab vo Vastand und Vanunft is—denn wia hoaßts so schee-- da Ton macht dee Musik.